Thomas Salzmann berät Senior-Chefs bei der Unternehmensnachfolge. Ein Praxisbericht

Der Hamburger Unternehmensberater Thomas Salzmann hat langjährige Erfahrung in der Begleitung von Unternehmern in Fragen der Unternehmensnachfolge. Er weiß, wie komplex dieses Thema für den Chef auf der Suche nach dem richtigen Nachfolger an der Spitze seines Unternehmens sein kann. Eine besondere Herausforderung ist mitunter die Übergabe an einen Nachfolger aus der eigenen Familie. Warum ist das so?

Thomas Salzmann zur Herausforderung „Nachfolgeplanung“ in Familienunternehmen

„Oftmals ist die Frage der Unternehmensnachfolge mit dem Wunsch verbunden, das Lebenswerk zu erhalten. Da spielt viel Emotion mit. Gerade dann, wenn eine Lösung im familiären Bereich gefunden werden soll, die mehrere Personen mit unterschiedlichen Interessen einbinden soll, wird es komplex. Welche Lösung gibt es zum Beispiel für einen Unternehmer, der drei Kinder hat, von denen zwei an der Nachfolge interessiert sind, das dritte wiederum nicht. Gleichzeitig hegen Firmenchefs den Wunsch, alle Kinder möglichst gleich zu behandeln. Es lässt sich schnell erahnen, dass eine solche Entscheidung nicht nur emotionale, sondern auch erbrechtliche Aspekte beinhaltet. Es ist nur menschlich, dass Unternehmer in einer solchen Situation die Nachfolgeplanung auf die lange Bank schieben. Für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ist das jedoch ein riskantes Manöver“, betont Thomas Salzmann.

Nachfolgeplanung braucht Neutralität, weiß Thomas Salzmann

Gerade bei familieninternen Nachfolgeszenarien ist ein neutraler Ansprechpartner wichtig, betont Thomas Salzmann. Wenn nahe Verwandte von einer Entscheidung des Senior-Chefs betroffen sind, braucht es einen externen Vermittler, der beim Entwurf von Nachfolgestrategien die unterschiedlichen Perspektiven unabhängig einbeziehen kann. „Gerade, wenn es dem Unternehmer schwer fällt, sein Nachfolgekonzept mit der Familie zu besprechen, können daraus neue Probleme entstehen. Schwierig kann es zudem sein, wenn der Unternehmer sich selbst für unersetzlich hält“, erklärt Salzmann. Salzmann empfiehlt bei langfristigen Strategien, dass in Frage kommende Nachfolger in ihrer Laufbahn – sofern möglich – den Blick über den Tellerrand hinaus werfen und Erfahrungen in anderen Unternehmen sammeln.

Bild: © alphaspirit / Fotolia

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