Warum geregelte Phasen beim Unternehmensverkauf wichtig sind, erklärt der Unternehmensberater Thomas Salzmann

„Unternehmerische Verkaufsprozesse haben dann die größten Erfolgsaussichten, wenn sie strukturiert ablaufen.“ Zu dieser Einschätzung kommt Unternehmensberater Thomas Salzmann nach mehr als 20-jähriger Erfahrung in der Begleitung von Unternehmensverkäufen. Seiner Einschätzung nach dient die Strukturierung des Verkaufsprozesses dazu, notwendige Vorbereitungen zu treffen und Käufer wie Verkäufer vor Überraschungen zu schützen. Üblicherweise gliedert sich der Verkaufsprozess in verschiedene Phasen: die Planungs- und Strukturierungsphase, die Due Diligence-Phase, die Phase der Vertragsverhandlungen sowie die Singing- und Closing-Phase.

Von der Planung bis zum Abschluss – Thomas Salzmann zur Struktur eines Unternehmenskaufs

Während in der Planungs- und Strukturierungsphase für den Käufer strategische Ziele, aber auch behördliche, kartellrechtliche und steuerliche Konsequenzen eine Rolle spielen, steht für den Verkäufer im Vordergrund, ob sein Unternehmen verkaufsfähig ist. Beide Parteien müssen sich zudem über die Transaktionsstruktur einigen. Das heißt, werden nur Teile des Unternehmens, Beteiligungen oder das Unternehmen in Gänze verkauft. In der Due Diligence wird ein Transaktionsteam des Käufers rechtliche sowie steuerliche Risiken prüfen. „Dabei ist die Mitwirkung des Verkäufers wichtig, wenn er sich vor einer etwaigen späteren Haftung schützen will. Je wahrscheinlicher die Transaktion wird, umso mehr Informationen wird der Verkäufer offenlegen. Eine Vertraulichkeitsvereinbarung kann hier hilfreich sein“, betont Thomas Salzmann.

Vertrag, Unterzeichnung, Zahlung – wie der Unternehmenskauf abschließt

Ist die Prüfung des Unternehmens auf „Herz und Nieren“ zufriedenstellend verlaufen, erarbeiten Käufer und Verkäufer nach den Eckdaten einen Unternehmenskaufvertrag. Dieser beinhaltet neben den Fälligkeitsbedingungen eine Stichtagsregelung, allgemeine Klauseln und eine Gewährleistungs- und Haftungsvereinbarung. Darin werden auch Freistellungen für bestimmte Sachverhalte festgelegt. Konnten sich die Parteien über den Vertragsentwurf einigen, kommt es zum schuldrechtlichen Vertragsabschluss, der je nach Form des Verkaufs unterschiedliche formelle Anforderungen mit sich bringt. In die Closing-Phase fällt dann die Kaufpreiszahlung, die am Tag des Closings fällig wird. Mit Eingang auf dem Konto des Verkäufers gilt das Unternehmen als verkauft.

Bild: © REDPIXEL – Fotolia

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