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Was ist ein Eiswürfelhersteller mit 8,2 Mio. € Umsatz wert?

Eiswürfel wirken wie ein einfaches Produkt. Für Käufer zählen bei einem Hersteller mit 1,3 Mio. € EBIT vor allem Kundenmix, Kühlkette, Logistik und Saison.

2:50 Min.

Um welches Unternehmen geht es?

Das Unternehmen stellt Eiswürfel und Crushed Ice her. Es beliefert Supermärkte, Getränkehändler, Hotels, Bars, Festivals und die Gastronomie. Der Umsatz liegt bei rund 8,2 Mio. €, das EBIT bei 1,3 Mio. €. Beschäftigt werden 18 Mitarbeitende.

Produziert wird auf zwei vollautomatisierten Linien. Das Unternehmen hat eigene Kühlhäuser und eine eigene Flotte von Kühlfahrzeugen. Der Inhaber möchte altersbedingt verkaufen.

Viele halten Eiswürfel für einfaches gefrorenes Wasser. Aus Sicht eines Käufers steckt aber mehr dahinter. Die folgenden Punkte prüft ein Käufer genauer.

Wer kauft die Eiswürfel?

Supermärkte als Kunden sind zunächst positiv. Sie bringen aber auch eine gewisse Abhängigkeit von Handelsketten mit sich.

Besser ist es, wenn zusätzlich Hotels, Bars und Getränkehändler zu den Kunden gehören. Dann ist das Risiko breiter verteilt. Außerdem hat das Unternehmen gegenüber diesen Kunden eine bessere Verhandlungsposition als gegenüber großen Handelsketten.

Warum Kühlkette und Logistik so viel Gewicht haben

Eiswürfel lassen sich heute hochautomatisiert herstellen. Das Geschäft ist trotzdem anspruchsvoller, als es scheint. Die gesamte Kühlkette muss funktionieren. Fällt die Kühlung aus, kann innerhalb von Stunden ein Schaden im siebenstelligen Bereich entstehen.

Hinzu kommt die Logistik. Eiswürfel haben einen relativ geringen Warenwert pro Kilogramm. Transportkosten spielen deshalb eine große Rolle. Je weiter ausgeliefert wird, desto stärker leidet die Marge. Ein Käufer fragt daher:

  • Wie groß ist das Liefergebiet?
  • Wie viele Menschen leben in diesem Gebiet?
  • Wie effizient ist die Tourenplanung?

Wie stark hängt das Geschäft von der Saison ab?

Heiße Sommer sorgen für hohe Nachfrage. Entscheidend ist, was im Winter passiert. Ein Käufer will wissen, ob es langfristige Verträge mit Gastronomie, Getränkehändlern und Eventveranstaltern gibt. Oder ob der Umsatz stark saisonal schwankt.

Was sagt die Ertragskraft aus?

Mit 1,3 Mio. € EBIT arbeitet das Unternehmen bereits profitabel. Gleichzeitig ist die Herstellung von Eiswürfeln kein Geschäft mit sehr hohen Margen. Energie, Verpackung, Personal und Logistik verursachen hohe Kosten.

Einen konkreten Unternehmenswert nennt das Reel nicht. Es zeigt aber, welche Fragen den Wert bestimmen: Kundenstruktur, Sicherheit der Kühlkette, Kosten der Auslieferung, Saisonabhängigkeit und Kostenstruktur. Insgesamt ist das Unternehmen aus Käufersicht vielschichtiger, als es auf den ersten Blick wirkt.

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