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Was ist ein Maschinenbauzulieferer mit 900.000 € EBITDA wert?

8,5 Mio. € Umsatz, 900.000 € EBITDA, schuldenfrei: Warum der erste Blick auf den Wert nicht reicht und worauf Käufer im Maschinenbau achten.

2:24 Min.

Welche Eckdaten hat das Unternehmen?

Der Fall betrifft einen Maschinenbauzulieferer aus Süddeutschland. Das Unternehmen erzielt 8,5 Mio. € Umsatz und 900.000 € EBITDA. Es beschäftigt 48 Mitarbeitende, arbeitet schuldenfrei und besteht seit über 30 Jahren am Markt.

Die Kunden kommen überwiegend aus der Verpackungs- und Automatisierungstechnik. Über 70 Prozent der Umsätze stammen von langjährigen Bestandskunden. Die Auftragslage ist stabil. Allerdings verantwortet der Geschäftsführer den Vertrieb fast vollständig selbst.

Welcher Wert ergibt sich auf den ersten Blick?

Auf Basis von 900.000 € EBITDA liegt ein erster Wert wahrscheinlich bei 4 bis 5,5 Mio. €. Das EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Es dient oft als Ausgangspunkt für eine Bewertung.

So einfach ist es in der Praxis aber meistens nicht. Die Kennzahl allein sagt wenig darüber aus, wie sicher dieses Ergebnis nach einem Verkauf ist. Genau das prüfen Käufer.

Worauf schauen Käufer im Maschinenbau?

Im Maschinenbau schauen Käufer aktuell sehr genau hin. Im Mittelpunkt stehen vier Punkte:

  • Personalstruktur
  • Automatisierungsgrad
  • Abhängigkeit von Fachkräften
  • Investitionsbedarf

Der Grund: Käufer wollen heute kein Unternehmen kaufen, das nur mit einzelnen Schlüsselpersonen funktioniert. Je stärker der Betrieb an wenigen Personen hängt, desto höher ist das Risiko für den Käufer.

Wo liegen die Risiken in diesem Fall?

48 Mitarbeitende bei 8,5 Mio. € Umsatz bedeuten, dass das Unternehmen relativ personalintensiv ist. Das muss nicht schlecht sein. Ein Käufer bewertet es aber als Risiko, gerade mit Blick auf Fachkräfte.

Hinzu kommt die Rolle des Geschäftsführers. Er verantwortet den Vertrieb fast vollständig selbst. Steuert er neben dem Vertrieb auch Kundenbeziehungen und operative Themen, stellt sich eine zentrale Frage: Wer übernimmt diese Aufgaben nach dem Verkauf?

Welche Stärken sprechen für das Unternehmen?

Negativ ist der Fall trotzdem nicht. Das Unternehmen hat klare Stärken:

  • stabile Kundenbeziehungen
  • technisches Spezial-Know-how
  • gute Marktstellung in seiner Nische
  • seit Jahren ein profitables Geschäft

Gerade in der aktuellen Lage ist das für Käufer ein interessanter Fund. Insgesamt ist es damit kein schwacher Fall, sondern ein attraktives Mittelstandsmandat.

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