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Was ist ein Metallbauunternehmen mit 3,1 Mio. Euro Umsatz wert?

Ein Metallbauer mit 3,1 Mio. Euro Umsatz und 250.000 Euro EBIT: Wir gehen Branche, Ertrag und Käufergruppen durch und kommen zu einer Wertspanne.

2:37 Min.

Um welches Unternehmen geht es?

Bewertet wird ein Metallbauunternehmen in der Rechtsform einer GmbH. Die Eckdaten:

  • Umsatz: 3,1 Mio. Euro
  • EBIT: 250.000 Euro
  • 17 Mitarbeiter
  • eigene Produktionskapazitäten
  • Kundenstruktur: 50 % gewerblich, 50 % privat

Wichtig vorab: Bei einer GmbH ist das Gehalt des Geschäftsführers bereits vom Ergebnis abgezogen. Das EBIT von 250.000 Euro ist also das Ergebnis nach dieser Vergütung. Das EBIT bezeichnet den Gewinn vor Zinsen und Steuern.

Wie attraktiv ist die Branche Metallbau für Käufer?

Metallbau gilt im Handwerk als eher mittelmäßig attraktiv. Die Branche steht nicht so schlecht da wie etwa die Lebensmittelherstellung, zum Beispiel Bäckereien. Sie ist aber auch nicht besonders gefragt.

Ein Grund ist das Personal. Nach den Erfahrungen von Everto ist es schwer, im Metallbau Mitarbeiter zu finden. Die Arbeit ist körperlich, es werden schwere Teile bewegt. Hinzu kommt, dass die Baubranche und das Baunebengewerbe derzeit insgesamt nicht so attraktiv sind.

Was sagen Größe, Ertrag und Stabilität über den Wert?

Die Bewertung geht die einzelnen Faktoren systematisch durch:

  • Größe: 3,1 Mio. Euro Umsatz mit 17 Mitarbeitern sind gut.
  • Rentabilität: Die Ertragslage ist eher unterdurchschnittlich. Hier müsste man prüfen, woran das liegt. Eine mögliche Ursache hängt mit den eigenen Produktionskapazitäten und der Zusammenarbeit mit Subunternehmern zusammen.
  • Stabilität: Bei einem Unternehmen mit 17 Mitarbeitern ist von einer gewissen Stabilität auszugehen.
  • Branche und Personal: Beides wirkt sich eher dämpfend auf den Wert aus.

Für Inhaber heißt das: Die Größe spricht für das Unternehmen. Die Marge und das Branchenumfeld sprechen dagegen. Wer die Ursachen für die niedrigere Rentabilität kennt und erklären kann, hat in Gesprächen mit Käufern eine bessere Grundlage.

Wer kommt als Käufer infrage?

Für ein solches Unternehmen gibt es drei typische Käufergruppen:

  1. Wettbewerber aus der Branche: Hier stellt sich die Frage, warum sie kaufen sollten. Sie haben in der Regel die gleichen Probleme, etwa beim Personal. Interessant könnte für sie höchstens der Zukauf von Kapazitäten sein.
  2. MBI-Kandidaten: Bei einem Management-Buy-in übernimmt eine externe Führungskraft das Unternehmen. Diese Käufer haben meist das Thema Finanzierung. Im Zweifel zahlen sie daher keine hohen Kaufpreise.
  3. Finanzinvestoren: Sie kennen die Lage der Branche genau und lassen sie in ihre Bewertung einfließen.

Zu welchem Wert kommt die Einschätzung?

Fasst man alle Faktoren zusammen, liegt die Bewertung für ein Unternehmen dieser Größe und Güte aktuell bei 1 bis 1,25 Mio. Euro.

Die Spanne ergibt sich aus dem Zusammenspiel der genannten Punkte: gute Größe und Stabilität auf der einen Seite, unterdurchschnittliche Ertragslage, schwieriges Branchenumfeld und begrenzte Zahlungsbereitschaft der Käufergruppen auf der anderen Seite. Es handelt sich um eine Einschätzung auf Basis weniger Eckdaten. Eine Bewertung im Einzelfall berücksichtigt weitere Faktoren des konkreten Unternehmens.

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