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Was ist ein Prüf- und Wartungsdienstleister für Industriekunden wert?

6,5 Mio. € Umsatz, 1,4 Mio. € EBITDA, 78 % wiederkehrende Umsätze: Welche Faktoren bei diesem Dienstleister den Wert bestimmen und worauf Käufer achten.

2:42 Min.

Der Fall: ein technischer Prüf- und Wartungsdienstleister

Das Unternehmen prüft und wartet technische Anlagen bei mittelständischen Industriekunden. Dazu gehören Sicherheitsprüfungen, regelmäßige Wartungen und gesetzlich vorgeschriebene Kontrollen. Die Eckdaten:

  • 6,5 Mio. € Umsatz
  • 1,4 Mio. € EBITDA
  • 18 Mitarbeitende
  • 22 Jahre am Markt
  • 78 % wiederkehrende Umsätze durch langfristige Wartungsverträge

Viele Kunden haben feste Wartungsintervalle. Die Kündigungsquote ist sehr niedrig. Der Vertrieb läuft teilweise bereits über digitale Kanäle.

Warum Käufer dieses Geschäftsmodell suchen

Auf den ersten Blick wirkt ein solches Unternehmen unspektakulär. Bei Käufern ist es dennoch gesucht. Der Grund ist Planbarkeit. Wenn ein Unternehmen jedes Jahr einen Großteil seiner Umsätze wiederholt, lässt sich das EBITDA besser einschätzen. Das Unternehmen muss nicht jedes Jahr komplett neu verkaufen. Es startet bereits mit einem stabilen Umsatzsockel.

Hinzu kommt die Effizienz. 18 Mitarbeitende erwirtschaften 6,5 Mio. € Umsatz. Das setzt eine schlanke Struktur voraus. Aus 1,4 Mio. € EBITDA bei 6,5 Mio. € Umsatz ergibt sich eine EBITDA-Marge von über 20 Prozent. Für einen B2B-Dienstleister ist das nach Einschätzung im Video ein hoher Wert. Eine solche Marge deutet auf Spezialisierung, wenig Preisdruck, saubere Prozesse und einen echten Mehrwert für die Kunden hin.

Welche Risiken ein Käufer prüft

Auch dieses Unternehmen hat Risiken. Ein Käufer stellt unter anderem folgende Fragen:

  • Wie abhängig ist das Unternehmen von einzelnen Spezialisten?
  • Wie leicht findet man neue Techniker?
  • Wie stark ist die Regulierung?
  • Wie gut sind die Prozesse dokumentiert?
  • Wie stabil ist die zweite Führungsebene?
  • Wie stabil sind die Verträge?

Gerade bei Prüf- und Wartungsdienstleistungen ist Fachpersonal ein Engpass. Sitzt das Know-how nur in wenigen Köpfen, drückt das den Wert.

Was den Wert nach oben zieht

Drei Faktoren wirken werterhöhend:

  1. Wiederkehrende Umsätze
  2. Geringe Inhaberabhängigkeit
  3. Geringer Investitionsbedarf

Der dritte Punkt unterscheidet das Unternehmen von vielen klassischen Mittelständlern. Der Käufer muss nicht in großem Umfang in Maschinen und Lager investieren. Das Geschäftsmodell ist im Grunde asset-light, es kommt also mit wenig gebundenem Anlagevermögen aus. Das macht es auch für Finanzinvestoren interessant.

Nicht die Größe entscheidet, sondern die Qualität des Gewinns

Ein kleinerer Umsatz bedeutet nicht automatisch ein schlechteres Risikoprofil. Für den Wert ist nicht die Größe entscheidend, sondern wie verlässlich und wiederholbar der Gewinn ist.

Im Video stehen drei mögliche Werte zur Auswahl: 4 Mio. €, 7 Mio. € oder 10 Mio. €. Welcher Wert zutrifft, wird in einem folgenden Video aufgelöst.

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