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Was ist ein SHK-Betrieb mit 5,8 Mio. € Umsatz und 1,0 Mio. € EBIT wert?

Eine Einschätzung zum Wert eines SHK-Betriebs mit 40 Mitarbeitenden und 17 Prozent EBIT-Marge und dazu, wie Wartungsverträge den Wert erhöhen können.

2:19 Min.

Um welchen Betrieb geht es?

Betrachtet wird ein Sanitär- und Heizungsbetrieb (SHK) mit folgenden Eckdaten:

  • Umsatz: 5,8 Mio. €
  • rund 40 Mitarbeitende
  • EBIT: 1,0 Mio. €
  • eine stabile zweite Führungsebene
  • Organisation als regionaler Mittelständler

Auf dieser Basis lässt sich eine erste, allgemeine Einschätzung zum Unternehmenswert geben.

Warum gilt die SHK-Branche als wertstabil?

Die SHK-Branche zählt aktuell zu den wertstabilsten Branchen. Ein Grund ist der Fachkräftemangel. Er ist vorhanden und wird es nach dieser Einschätzung auch bleiben. Für bestehende Betriebe wirkt er wie ein Schutz vor Wettbewerb.

Die Frage im Alltag lautet deshalb selten, wie ein Betrieb Aufträge gewinnt. Sie lautet eher, wie er die vorhandenen Aufträge abarbeitet. Das sorgt für eine hohe Planbarkeit. Das Risikoprofil eines solchen Betriebs gilt als gering.

Was sagt eine EBIT-Marge von 17 Prozent aus?

Das EBIT ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Setzt man 1,0 Mio. € EBIT ins Verhältnis zu 5,8 Mio. € Umsatz, ergibt sich eine EBIT-Marge von rund 17 Prozent.

Diese Marge ist nach der Einschätzung im Video überdurchschnittlich hoch. Sie spricht für die Attraktivität des Unternehmens aus Sicht eines Käufers. Zugleich stellt sich die Frage, wie weit sich die Marge überhaupt noch steigern lässt. Bei 17 Prozent ist der Spielraum begrenzt.

Welcher Wert ergibt sich für den Betrieb?

Stark verallgemeinert ergibt sich für diesen Betrieb ein Multiple von 5,5 bis 6,5. Das Multiple ist ein Faktor, mit dem das Ergebnis multipliziert wird. Bei einem EBIT von 1,0 Mio. € führt das zu einem Unternehmenswert von 5,5 bis 6,5 Mio. €.

In diesen Wert fließen die genannten Punkte ein: die wertstabile Branche, die hohe Marge, die Planbarkeit und das geringe Risiko. Es handelt sich um eine Einschätzung auf Basis weniger Kennzahlen, nicht um eine vollständige Bewertung.

Wie lässt sich der Wert kurzfristig erhöhen?

Für eine kurzfristige Wertsteigerung werden mehrere Ansatzpunkte genannt:

  • Zweite Führungsebene: Eine stabile zweite Ebene ist eine Voraussetzung. Der Betrieb sollte nicht allein vom Inhaber abhängen.
  • Marge: Es ist zu prüfen, ob sich die Marge noch weiter ausreizen lässt.
  • Eigenes Fachpersonal: Auch das eigene Personal ist ein Thema für Käufer.
  • Wiederkehrende Umsätze: Hierzu lagen im betrachteten Fall keine Angaben vor. Hier liegt zusätzliches Potenzial.

Besonders im Bereich Heizung lässt sich gut mit Wartungsverträgen arbeiten. Viele Wartungsverträge bringen nicht nur regelmäßige Umsätze. Aus ihnen entstehen im nächsten Schritt auch Reparaturaufträge. Diese Reparaturumsätze sind in der Regel höhermargig.

Die Einschätzung lautet daher: Der Wert liegt bei 5,5 bis 6,5 Mio. €. Werden die genannten Themen umgesetzt, besteht Potenzial für einen höheren Wert.

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